break summary and reorg images for posts to appear nicer on overview
This commit is contained in:
@@ -13,7 +13,9 @@ tags:
|
||||
*Im Folgenden werde ich – durch meinen Gemütszustand etwas angefeuert – darlegen, wieso digitale Kommunikationsüberwachung Gift für unsere Gesellschaft ist, weil sie nichts anderes als Millionen Abhörwanzen und Kameras in unseren privatesten Räumen ist.*
|
||||
|
||||
Seit einigen Monaten hat sich ein Grundkonflikt in den politischen Debatten verstärkt: Welche Kommunikation sollte überwacht werden dürfen und welche nicht? Ausschließlich inländische Kommunikation? Geschäftliche E-Mails? Telefongespräche über 20 Sekunden Dauer?
|
||||
|
||||
|
||||
<!--more-->
|
||||
|
||||
Und parallel dazu bekomme ich seit mehreren Monaten regelmäßig Wutanfälle, nämlich wenn ich Kommentare von „Experten“ und Laien lese, die solche künstliche Trennungen von Kommunikation und deren unterschiedliche Bewertung immer noch ernsthaft in Erwägung ziehen.
|
||||
|
||||
## Wieso ist Kommunikation = Kommunikation?
|
||||
@@ -36,7 +38,7 @@ Momentan ist in den meisten von uns der Gedanke verankert, dass das, was wir ein
|
||||
## Wanzen und Kameras verändern uns
|
||||
|
||||
Doch was meinen Gruppenkindern (zum Glück?) noch fehlt, ist der Sinn dafür, sein Verhalten zu verändern, wenn man sich überwacht fühlt. Wieder nehmen wir unser Beispiel der Familie Schuster. Würde der Mann der Frau noch schöne Worte ins Ohr flüstern, wenn er wüsste, dass seine Kommunikation möglicherweise von einem Geheimdienstler, Unternehmen oder einer Polizistin abgehört werden könnte? Ich glaube nicht.
|
||||
|
||||
|
||||
Genauso wenig würde sie wahrscheinlich ihre möglicherweise sehr linke politische Denkweise in einem privaten Gespräch offenbaren. Wer weiß schon, welche politischen Kräfte in zehn oder zwanzig Jahren wirken und ob diese nicht auf Überwachungsmaterial von früher zugreifen, um die Bevölkerung „einschätzen“ zu können?
|
||||
|
||||
Kurzum: Menschen ändern ihr Verhalten drastisch, wenn sie sich belauscht und beobachten fühlen. Und bei einem weiteren Blick in die Zukunft wird dieses Dilemma noch stärker: Heute schreiben wir zwar E-Mails und Kurznachrichten und die Trennung zwischen analoger und digitaler Kommunikation ist noch einigermaßen verständlich. Doch wie sieht das in zehn oder zwanzig Jahren aus? Möglicherweise können wir uns da schon Gedanken schicken, E-Mails könnten intuitiv verfasst und dann beim Empfänger direkt hörbar abgespielt werden. Durch Virtual Reality-Technik könnte man auch bei räumlicher Trennung beieinander sein, über digitale Kanäle vernetzt.
|
||||
|
||||
Reference in New Issue
Block a user