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Pole pole – das ist die typisch tansanische Mentalität, alles etwas ruhiger und langsamer angehen zu lassen. Und wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum ich erst einen Monat nach meiner Ankunft in Tansania dazu komme, einen ersten Blogeintrag über meine bisherigen Erfahrungen zu schreiben. Ich bin hier von Anfang März bis Ende Juli als Freiwilliger in einer Organisation tätig, die die Bildung von jungen Menschen und der ländlichen Bevölkerung durch Einsatz und Schulung von IT verbessern will. Im Folgenden möchte ich kurz einen Rundumblick über mein Leben hier und die Bedingungen geben, konkret über meinen Alltag, die Gefahren, meine Arbeit als Freiwilliger, die einheimische Bevölkerung und Kultur, Wetter und Natur sowie das liebe Geld:
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Pole pole – das ist die typisch tansanische Mentalität, alles etwas ruhiger und langsamer angehen zu lassen. Und wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum ich erst einen Monat nach meiner Ankunft in Tansania dazu komme, einen ersten Blogeintrag über meine bisherigen Erfahrungen zu schreiben. Ich bin hier von Anfang März bis Ende Juli als Freiwilliger in einer Organisation tätig, die die Bildung von jungen Menschen und der ländlichen Bevölkerung durch Einsatz und Schulung von IT verbessern will. Im Folgenden möchte ich kurz einen Rundumblick über mein Leben hier und die Bedingungen geben, konkret über meinen Alltag, die Gefahren, meine Arbeit als Freiwilliger, die einheimische Bevölkerung und Kultur, Wetter und Natur sowie das liebe Geld:
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<a href="/uploads/tz-kilimanjaro-balkon.jpg"><img aria-describedby="caption-attachment-359" class="size-medium wp-image-359" src="/uploads/tz-kilimanjaro-balkon-300x225.jpg" alt="Blick auf das "Dach Afrikas" von unserer Haustür" width="300" height="225" srcset="https://blog.mehl.mx/uploads/tz-kilimanjaro-balkon-300x225.jpg 300w, https://blog.mehl.mx/uploads/tz-kilimanjaro-balkon.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>
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Blick auf das „Dach Afrikas“ von unserer Haustür
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Blick auf das „Dach Afrikas“ von unserer Haustür
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Eine der häufigsten Fragen ist die nach der Gefährlichkeit. Kurzum: Es ist nicht viel gefährlicher als in einer deutschen Großstadt, wenn man sich nicht vollkommen daneben verhält und ein paar Grundregeln beachtet. Tagsüber haben wir noch nie davon gehört, dass jemand beklaut wurde, obwohl wir allein von der Hautfarbe her natürlich extrem auffällig sind. Moshi gilt als sehr sicher (was auf einige andere südlichere Großstädte in Tansania allerdings nicht zutrifft). Die größte Gefahr im Hellen ist es, in der ersten Zeit auf einen der zahlreichen Straßenverkäufer reinzufallen, die einem zuerst erzählen, wie toll sie arme Waisenkinder unterstützen und nach 5 Minuten plötzlich dubiose Safaris oder Halsketten anbieten – aber da lernt man schnell draus :)
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Eine der häufigsten Fragen ist die nach der Gefährlichkeit. Kurzum: Es ist nicht viel gefährlicher als in einer deutschen Großstadt, wenn man sich nicht vollkommen daneben verhält und ein paar Grundregeln beachtet. Tagsüber haben wir noch nie davon gehört, dass jemand beklaut wurde, obwohl wir allein von der Hautfarbe her natürlich extrem auffällig sind. Moshi gilt als sehr sicher (was auf einige andere südlichere Großstädte in Tansania allerdings nicht zutrifft). Die größte Gefahr im Hellen ist es, in der ersten Zeit auf einen der zahlreichen Straßenverkäufer reinzufallen, die einem zuerst erzählen, wie toll sie arme Waisenkinder unterstützen und nach 5 Minuten plötzlich dubiose Safaris oder Halsketten anbieten – aber da lernt man schnell draus :)
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In der Dunkelheit allerdings sind selbst normale Tansanier gut damit beraten, Bus oder Taxi zu nehmen. Armut und Arbeitslosigkeit locken Gelegenheitsdiebe hervor, die technische Geräte und Geld von den Unglücklichen abstauben wollen, aber diese dann meist ziehen lassen – ein Vorteil der kaum vorhandenen Kleinverbrechensaufklärung der hiesigen Polizei. Da das Taxi hier aber je nach Distanz 1,50€ bis 2,50€ pro Fahrt kostet, gehen wir Voluntäre da sowieso auf Nummer sicher und hatten in letzter Zeit nie Probleme.
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In der Dunkelheit allerdings sind selbst normale Tansanier gut damit beraten, Bus oder Taxi zu nehmen. Armut und Arbeitslosigkeit locken Gelegenheitsdiebe hervor, die technische Geräte und Geld von den Unglücklichen abstauben wollen, aber diese dann meist ziehen lassen – ein Vorteil der kaum vorhandenen Kleinverbrechensaufklärung der hiesigen Polizei. Da das Taxi hier aber je nach Distanz 1,50€ bis 2,50€ pro Fahrt kostet, gehen wir Voluntäre da sowieso auf Nummer sicher und hatten in letzter Zeit nie Probleme.
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Momentan aber ist <a href="http://www.tareo-tz.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die neue Webseite von TAREO</a> (mittlerweile schon online) mein Hauptprojekt. Bisher hatte die Dachorganisation eine eigene Präsenz, genauso wie zwei der Center und der IT-Service – jeweils alle hoffnungslos veraltet und optisch ein Graus. Ich fasse nun alle Infos und einer modernen Webseite zusammen, strukturiere sie ordentlich, mache sie attraktiver für Sponsoren und interessierte Freiwillige und besser auffindbar über Suchmaschinen. Mein Hauptaugenmerk liegt aber auf der einfachen Bedienung für die zuständigen Mitarbeiter, damit sie in Zukunft schnell Infos hinzufügen oder Bilder ändern können.
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Momentan aber ist <a href="http://www.tareo-tz.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die neue Webseite von TAREO</a> (mittlerweile schon online) mein Hauptprojekt. Bisher hatte die Dachorganisation eine eigene Präsenz, genauso wie zwei der Center und der IT-Service – jeweils alle hoffnungslos veraltet und optisch ein Graus. Ich fasse nun alle Infos und einer modernen Webseite zusammen, strukturiere sie ordentlich, mache sie attraktiver für Sponsoren und interessierte Freiwillige und besser auffindbar über Suchmaschinen. Mein Hauptaugenmerk liegt aber auf der einfachen Bedienung für die zuständigen Mitarbeiter, damit sie in Zukunft schnell Infos hinzufügen oder Bilder ändern können.
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Diese Arbeit war zeitraubender als gedacht, weil es mehr Informationen, Schulen und Kurse zu vereinheitlichen galt als ich anfangs dachte. Möchte man dann noch aktuelle Bilder von den Einrichtungen auftreiben und vielleicht noch Fotos von den verschiedenen Mitarbeitern sammeln, kann sich das ganze nach hinten verschieben – pole pole halt. Bis Mitte/Ende April möchte ich dieses umfangreiche Projekt aber fertiggestellt haben und mich auf die Schulung von Lehrern des MIT konzentrieren. Momentan schwebt mit vor, die alte Software (und vielleicht auch Hardware) in der Einrichtung zu mordernisieren und dabei die 4 Lehrkräfte im Sinne von Learning by Doing einzubinden. Diese sind meist theoretisch recht fit und höchst interessiert, aber haben noch nie einen modernen Server angefasst oder eine Webseite online gestellt, weil einfach die Mittel dazu fehlen – etwas schade, wenn sie darüber unterrichten.
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Diese Arbeit war zeitraubender als gedacht, weil es mehr Informationen, Schulen und Kurse zu vereinheitlichen galt als ich anfangs dachte. Möchte man dann noch aktuelle Bilder von den Einrichtungen auftreiben und vielleicht noch Fotos von den verschiedenen Mitarbeitern sammeln, kann sich das ganze nach hinten verschieben – pole pole halt. Bis Mitte/Ende April möchte ich dieses umfangreiche Projekt aber fertiggestellt haben und mich auf die Schulung von Lehrern des MIT konzentrieren. Momentan schwebt mit vor, die alte Software (und vielleicht auch Hardware) in der Einrichtung zu mordernisieren und dabei die 4 Lehrkräfte im Sinne von Learning by Doing einzubinden. Diese sind meist theoretisch recht fit und höchst interessiert, aber haben noch nie einen modernen Server angefasst oder eine Webseite online gestellt, weil einfach die Mittel dazu fehlen – etwas schade, wenn sie darüber unterrichten.
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Im April befindet sich Tansania für gewöhnlich in der großen Regenzeit, die Mitte/Ende März beginnt und bis Ende Mai dauert. Wer jetzt an Dauerregen und überschwemmte Straßen denkt, irrt genauso wie ich zu Anfang. Regenzeit bedeutet, dass es nachts mal ein paar Stunden regnet und tagsüber vielleicht mal maximal eine Stunde – dann aber wie aus Kübeln! Daher ist es auch etwas kälter als im hiesigen Sommer (November bis Februar), zumindest wenn man 28°C als kalt bezeichnen will. In höheren Lagen allerdings bewirkt dieser Regen wahre Wunder: Sandbraune Wiesen werden zu blühenden Äckern und jeder Schilling wird in die Landwirtschaft gesteckt. Selbst hier in Moshi sieht man plötzlich mehr Grün. Wir sind mal gespannt, wie sich die Regenzeit noch entwickelt und ob es hoffentlich noch kühler wird.
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Im April befindet sich Tansania für gewöhnlich in der großen Regenzeit, die Mitte/Ende März beginnt und bis Ende Mai dauert. Wer jetzt an Dauerregen und überschwemmte Straßen denkt, irrt genauso wie ich zu Anfang. Regenzeit bedeutet, dass es nachts mal ein paar Stunden regnet und tagsüber vielleicht mal maximal eine Stunde – dann aber wie aus Kübeln! Daher ist es auch etwas kälter als im hiesigen Sommer (November bis Februar), zumindest wenn man 28°C als kalt bezeichnen will. In höheren Lagen allerdings bewirkt dieser Regen wahre Wunder: Sandbraune Wiesen werden zu blühenden Äckern und jeder Schilling wird in die Landwirtschaft gesteckt. Selbst hier in Moshi sieht man plötzlich mehr Grün. Wir sind mal gespannt, wie sich die Regenzeit noch entwickelt und ob es hoffentlich noch kühler wird.
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Vergleichsweise teuer sind hier aber importierte Produkte. 1kg Müsli bekommt man hier nicht für unter 5€, ein bisschen Käse schlägt auch mit mindestens 5€ zu Buche, echte Butter mit 4€ pro 250g. Werkzeuge sind ebenfalls mindestens doppelt so teuer wie im heimischen Baumarkt. Ein Liter Diesel kostet hier umgerechnet 80 Cent, eine kWh Strom 15 Cent – beides also für das tansanische Preisniveau sehr teuer. Beim Essen in Restaurants kommt es ganz klar darauf an, wo man hin geht. Die großen Touri-Restaurants, die in TripAdvisor o.ä. gelistet werden, sind auch für deutsche Verhältnisse mittelklassig teuer. Geht man aber in kleinere oder unbekanntere Läden, zahlt man für ein ausgiebiges und oft sehr gutes Essen auch mal nur 2,50€.
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Vergleichsweise teuer sind hier aber importierte Produkte. 1kg Müsli bekommt man hier nicht für unter 5€, ein bisschen Käse schlägt auch mit mindestens 5€ zu Buche, echte Butter mit 4€ pro 250g. Werkzeuge sind ebenfalls mindestens doppelt so teuer wie im heimischen Baumarkt. Ein Liter Diesel kostet hier umgerechnet 80 Cent, eine kWh Strom 15 Cent – beides also für das tansanische Preisniveau sehr teuer. Beim Essen in Restaurants kommt es ganz klar darauf an, wo man hin geht. Die großen Touri-Restaurants, die in TripAdvisor o.ä. gelistet werden, sind auch für deutsche Verhältnisse mittelklassig teuer. Geht man aber in kleinere oder unbekanntere Läden, zahlt man für ein ausgiebiges und oft sehr gutes Essen auch mal nur 2,50€.
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